Wohnwert

Der Wohnwert erhöht das Einkommen und ist wichtig für die Unterhaltsberechnung. Es gibt den angemessenen Wohnwert und den objektiven Wohnwert

Was ist der objektive Wohnwert?

Beispiel: Ehemann bewohnt das Haus, das ihm gehört nach der Trennung allein. Würde er das Haus vermieten bekäme er z.B. 1.000 € Kaltmiete von einem Mieter bezahlt. Das ist der sogenannte objektive Wohnwert, also der Wert, den man erzielen könnte, wenn man sein Haus vermieten würde. Dieser Wert wird dem Einkommen zur Berechnung des Unterhalts hinzugerechnet.

Was ist der angemessene Wohnwert?

Bis zur Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags gilt, dass nicht der objektive Wohnwert angesetzt wird, sondern nur ein Teil. Wie bemisst man diesen Teil? Unterschiedlich. Anhaltspunkt ist die Miete, in diesem Beispiel der Ehemann ausgeben würde, wenn er für sich allein eine Wohnung anmieten würde, die dem bisherigen Wohnstandard entspricht, sagen wir mal  500 € für eine 2-Zimmer-Wohnung. Das ist dann der angemessene Wohnwert. Dann wird bis zur Zustellung vom Scheidungsantrag nur dieser Wert genommen und erst danach die objektive Marktmiete/Wohnwert von 1.000 €.