Übergabevertrag

 

Zu Lebzeiten soll z.B. ein Haus , eine Wohnung oder ein Bauernhof an das Kind oder die Kinder übertragen werden. Es werden dafür dann oft Nutzungsrechte eingeräumt und Regelungen für den Fall der Pflege getroffen, bekannt auch als Leibgeding. Leider sind diese notariellen Übergabeverträge oftmals viel zu ungenau und es ist äußerst schwierig durchzusetzen, wenn sich Kinder später einfach nicht an die getroffenen Vereinbarungen halten, und zum Beispiel einfach den Stzrom abstellen.

Eigentlich fast immer fehlt eine vertragliche Regelung von Sanktionen, wenn sich ein Übernehmer nicht mehr an den Vertrag hält.

Hier ist unbedingt eine eingehende Beratung vor Abschluss eines solchen Vertrages empfehlenswert. Nicht nur für die Übergeber oder Übernehmer selbst, auch für Geschwister kann es enorm wichtig sein eventuell von späteren Pflegeleistungen oder Unterhaltsverpflichtungen freigestellt zu werden.

Leider muss ich sagen, dass die allermeisten dieser Übergabeverträge völlig ungenügend sind. Oft genug wird nicht darauf geachtet, wie man die Verpflichtungen später durchsetzen kann.

Lassen Sie sich daher unabhängig von einem Notar, auch von einem Anwalt beraten.

Der Anwalt muss Ihre Rechte vor Gericht durchsetzen und weiß daher, auf was es ankommt, um diese Rechte einfach durchsetzen zu können. Der Notar vertritt Sie vor Gericht nicht. Das scheint mir ein Grund zu sein, warum diese Übergabeverträge in diesem Punkt oft so schlecht gemacht sind.