Schmerzensgeld

 

Für unfallbedingt erlittene Verletzungen haben Sie Anspruch auf Kompensation durch die Zahlung eines Schmerzensgeldes. Die Höhe des Schmerzensgeldes hängt dabei maßgeblich davon ab, welche Verletzungen Sie erlitten haben und wie lange die Heilbehandlung dauerte. Es ist daher äußerst wichtig, dass ein Arzt die Verletzung so früh wie möglich diagnostiziert und während der Heilbehandlungsdauer fortlaufend dokumentiert. Nur so lässt sich eine Verletzung und die Dauer der Heilbehandlung nachweisen. Wenn Sie beispielsweise bei einem Schleudertrauma zwar einmal zum Arzt gehen, wochen-, oder gar monatelang Beschwerden haben, aber die ganze Zeit den Arzt nicht mehr aufsuchen, dann ist die Dauer der Heilbehandlung bzw. die Dauer der unfallbedingten Beinträchtigungen nicht dokumentiert. Da die Dauer der Heilbehandlung aber maßgeblich für die Höhe des Schmerzensgeldes ist, sind Sie für den Nachweis der Dauer beweispflichtig. Mangels ärztlicher Dokumentation können Sie die Dauer der Beeinträchtigungen aber nicht beweisen, sodass sich dies nachteilig für Ihren Anspruch auswirken kann.

Die Höhe des Schmerzensgeldes ist grundsätzlich eine Schätzung, eine Abwägung. Dabei werden meist Urteile von Gerichten über bereits zugesprochene Schmerzensgeldbeträge herangezogen. Letztlich bleibt es aber immer eine Abwägung auf den Einzelfall bezogen.